Personal Codes
 
 
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Die Arbeit mit digitalen Bildern erlaubt uns heute, neue Sehwelten zu erschaffen, ohne, dass der Betrachter eine Ahnung davon hat, was noch ein Original und was ein Abbild dessen ist.
Die Welt der Medien ist die reine Verfremdung.

Das Projekt „Personal Codes“ stellt eine Schnittstelle dar, zwischen digitaler Fotografie und Relief.

Bilder sind als Informationsquelle zu begreifen und immer personell
gefärbt. Die Veränderung im digitalen Raum wollen wir abstrakt
darstellen und am Ende haptisch begreifbar machen, durch einen Chip, der unseren „Personal Code“ trägt.

Rhythmisch bewegt sich das Portraitbild zwischen einer rein linearen, geometrischen und einer organischen Gestaltungsweise.
So bilden wir unser eigenes Persönlichkeitsrelief ab, das erfahrbar wird in der Ausformung unseres Persönlichkeitscodes.

In Zeiten der Überprüfbarkeit und Gleichschaltung der Medien, läßt sich immer mehr der Wunsch nach experimenteller Einzigartigkeit und Extrovertiertheit erkennen. Die Anarchie des Internets wird durch „MySpace“ zum ganz persönlichen Massenschauplatz der öffentlichen Intimssphäre.

Geometrische Daten lassen uns normiert aussehen. Die Abbildung eines Gesichts, ohne Charakter verstärkt den allgemeinen Eindruck der uniformen Gesellschaft.
Die Bereicherung der Privatssphäre wird durch die eigene Identität geprägt, Hobbies, Vorlieben, Moden, Musik und Farbwelten.

Unser Projekt soll die Schnittstelle sein, um unser Profil zu zeigen, ohne Mimik und doch ganz persönlich.
Die Zerstörung des Portaits erzielt künstlich eine uniforme Darstellung unserer Farbwelt, der wir eine Wertigkeit geben, die sich nur noch im Chipcode ausdrückt.

         
 
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